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"Was will ich mehr? 28. Platz bei der WM Marathon auf meinem neuen BIONICON Frequency, welches ich ab Mittwochnacht gerade mal 80km habe warmfahren können. Das Bike bewährte sich hervorragend und es machte richtig Spaß den Druck auf die Pedale umsetzen zu können und das auch am Tempo zu spüren.
Nachdem dieses Jahr alles durcheinander lief und ich 4 Monate ohne wettkampftaugliches Material war, hatte meine Motivation doch gewaltig gelitten. Leider hatte ich meinen Vater im Frühjahr wegen Ärztepfusch verloren, saß auf dem Arbeitsplatz 3 Wochen auf dem Schleudersitz, da wegen der Wirtschaftskrise viele Kollegen gekündigt wurden – ich habe meinen Arbeitsplatz behalten – das alles hatte doch Spuren hinterlassen.
Als vor knapp 3 Wochen nach meinem 9. Platz auf defektem Bike bei der Deutschen-XCO-Meisterschaft meine Nominierung zur Marathon-WM erfolgte, wusste ich noch nicht, wie ich das schaffen sollte, die 107km mit 2556Hm auf diesem bissigen Sägezahnprofil in Sankt Wendel überhaupt zu bewältigen – als dann mein alter Rahmen brach, wusste ich erst gar nicht mehr weiter.
Doch immer wenn man ganz tief abgestürzt ist, passiert wieder etwas Wunderbares: Diesmal kam der Rettungsanker vom Tegernsee heran geschwenkt. Innerhalb von 4 Tagen war man bei BIONICON in der Lage gewesen, alles für ein Top-Bike zusammenzutragen. So machte ich in meiner 40h Arbeitswoche noch einen 16-stündigen Abstecher dorthin, das neue BIONICON Frequency einzustellen und alles Wichtige neben einer nächtlichen Test-Tour zu besprechen. Überglücklich fuhr ich die Nacht durch nach Hause, denn noch 2 Tage arbeiten standen vor der Marathon-WM an.
Also – was will ich mehr? – Ich habe diese Strecke geschafft, es war sehr schwer, meine Müdigkeit schon vor dem Rennen sehr groß – doch auf dem neuen Frequency machte das Kämpfen derart viel Spaß, dass ich die Müdigkeit und die damit verbundenen Muskel-Krämpfe überwinden konnte!
Nach dem Siegerquintett Esther Süß (SUI), Sabine Spitz (GER), Annika Langvard (DEN), Elisabeth Brandau (GER) und Birgit Söllner (GER), waren etliche Top-Fahrerinnen wegen dem schweren Streckenprofil erst gar nicht an den Start gegangen und von den Übriggebliebenen 48 mutigen Frauen lediglich 37 ins Ziel gekommen – das sollte auch einiges bedeuten! Bei den Männern waren kaum 100 am Start und ebenso etliche nicht bis in Ziel gekommen, gleiche Gründe! "
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